Das fmf FamilienBüro ist qualifiziert

Freistaat fördert Auf- und Ausbau der Tagespflege

Mit dem Inkrafttreten des neuen Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes (BayKiBiG) am 1. August 2005 hat für die Tagespflege in Bayern eine neue Ära begonnen. Die Tagespflege wurde mit dem BayKiBiG in die gesetzliche Förderung aufgenommen und zur 'Qualifizierten Tagespflege' aufgewertet.

Die Tagespflege ist neben institutionalisierten Betreuungsformen wie Krippen und altersgeöffneten Kindergärten, insbesondere für unter Dreijährige eine unverzichtbare Ergänzung des Betreuungsangebots. Sie hat ihre Stärken insbesondere in der Familiennähe und in flexiblen Betreuungszeiten. Bayernweit sind derzeit mehr als 7.000 Tagespflegeplätze registriert.

Mit dem BayKiBiG ist erstmals ein einheitlicher Rechtsrahmen für alle Formen der Kindertagesbetreuung geschaffen worden. Altersübergreifend können nun Kinderkrippen, Kindergärten, Kinderhorte, Häuser für Kinder und auch die familiennahe Tagespflege auf gesetzlicher Grundlage gefördert werden.

Schaffung einer Tagespflegestruktur und Qualifizierung der Tagespflegepersonen
Die staatliche finanzielle Unterstützung der Tagespflege auf Basis der kindbezogenen Förderung hat vor allem die Schaffung einer Tagespflegestruktur und die Qualifizierung der Tagespflegepersonen zum Ziel.

In den nächsten Jahren wird dabei dem Auf- und Ausbau der Tagespflegestruktur eine Schlüsselrolle zukommen. Wichtiger Teil der Tagespflegestruktur werden örtliche Anlaufstellen für Tagespflegepersonen und Eltern sein. Sie bieten Rat und Unterstützung in allen Fragen zur Tagespflege und sie sorgen für eine Ersatzbetreuung bei Ausfall der Tagesmutter bzw. des Tagesvaters. Der Freistaat fördert den Auf- und Ausbau der Tagespflegestruktur mit einer Anschubfinanzierung in den Jahren 2007 bis 2010 zusätzlich zur kindbezogenen Förderung nach dem BayKiBiG.

Auch beim Ausbau der Tagespflege gilt der Grundsatz, dass die Konzeption der ‚qualifizierten Tagespflege’ nur in Zusammenarbeit mit den kommunalen Ebenen gelingen kann. Tagespflegeplätze bedürfen der Berücksichtigung im Rahmen der Bedarfsplanung durch die Gemeinden. Dabei sind die 96 Jugendämter in Bayern gefordert, den Tagespflegestrukturen vor Ort zum Erfolg zu verhelfen.