05/13/14

Stadtratsfraktionen fordern Hilfen für Kindertagespflegepersonen

Falscher Umgang mit Tagesmüttern 
Der Appell der drei Stadtratsfraktionen richtet sich via OB Maly an den Deutschen Städtetag, da bei der notwendigen Hilfe für die betroffenen Kinderbetreuerinnen „uns kommunalpolitisch weitgehend die Hände gebunden sind“.

Hintergrund der Forderung: Während die Tagespflege neben den institutionellen Betreuungsformen wie Krippen eigentlich von Bund und Freistaat als unverzichtbare Ergänzung eingestuft wird, sehen die Fraktionen eine fehlende Wertschätzung der Arbeit. Die schlage sich in Gerichtsurteilen nieder, die Tagesmüttern verbieten, ihre Wohnung für die Kindertagespflege zu nutzen. 

Dabei, so heißt es in dem gemeinsamen Antrag für den Stadtrat, sind die Tagesmütter "ohnehin schon zahlreichen Schwierigkeiten ausgesetzt, sei es hinsichtlich der Sicherung der Entgelte oder der kaum vorhandenen (kommunalen) Unterstützung". Die Unsicherheit aus dem Einkommen ergebe sich auch aus dem geänderten Betreuungsgesetz, wonach die pauschal nach Kind und Stunde bezahlten Tagesmütter künftig alle anfallenden Kosten, auch Verpflegung, vom Entgelt bezahlen müssen. Während Ausfallzeiten sollen Tagesmütter dagegen nicht mehr bezahlt werden. 

Gerade in Nürnberg, so die Fraktionen, sei die Tagespflege angesichts fehlender Betreuungsplätze für unter Dreijährige wichtig. 

Beitrag aus den Nürnberger Nachrichten vom 13.05.2014