01/22/15

Mehr Geld für Tagespflegepersonen in Nürnberg

Wer im Besitz einer Pflegeerlaubnis des Jugendamts ist und als Tagesmutter oder Tagesvater Kinder betreut, erhält seit dem 1. Januar 2015 ein höheres Tagespflegeentgelt.

Bisher betrug das Tagespflegeentgelt einheitlich 3,50 Euro pro Kind und Betreuungsstunde, jetzt liegt es zwischen 3,64 und 4,01 Euro. Neu ist außerdem die bessere Vergütung bei der Betreuung eines behinderten beziehungsweise von wesentlicher Behinderung bedrohten Kindes. Sie beträgt zwischen 8,28 und 9,58 Euro pro Kind und Betreuungsstunde, darin enthalten sind alle Leistungen und Aufwendungen der Tagespflegeperson. Mit der Erhöhung erfüllt die Stadt Nürnberg eine gesetzliche Anforderung.

Hinzu kommen Zuschüsse für die Unfall- und Krankenversicherung sowie die Altersvorsorge. Für Eltern, die ihr Kind von einer Tagespflegeperson betreuen lassen, ändert sich finanziell nichts. Der Elternbeitrag beträgt weiterhin 1,70 Euro pro Kind und Betreuungsstunde. Weitere Zuzahlungen durch die Eltern, zum Beispiel für Essen, sind ausgeschlossen, da sie mit der Erhöhung abgegolten sind.

In Nürnberg kümmern sich aktuell mehr als 200 Tagesmütter oder Tagesväter um Kinder in Tagespflege, insgesamt stehen knapp 1 000 Plätze im familiären und damit überschaubaren Rahmen zur Verfügung. Maximal dürfen bis zu fünf Kinder gleichzeitig betreut werden. Die Zeiten sind flexibel und richten sich nach dem individuellen Bedarf der Familie. Anders als in Kindertagesstätten gibt es keine festen Anmeldefristen, das heißt, Familien können sich ganzjährig anmelden.

Sowohl an der Tätigkeit als Tagesmutter oder Tagesvater Interessierte als auch Eltern, die ihr Kind von einer qualifizierten Pflegeperson betreuen lassen möchten, können sich an die vom Jugendamt beauftragten Vermittlungsstellen wenden: 
 fmf Familienbüro gGmbH, Telefon 09 11 / 25 52 29-0, www.fmf-familienbuero.de und Tagespflegebörse der Kinderhaus Nürnberg gGmbH, Telefon 09 11 / 35 39 36, www.tagespflegeboerse.de

Stadt Nürnberg, Presse und Informationsamt, Nr. 71 / 22.01.2015